Sport und Dialyse schließen sich nicht aus. Sport kann die Leistungsfähigkeit der Dialysepatienten in jedem Fall erhöhen! Regelmäßiger Sport regt den Fettstoffwechsel an und verbessert die Zuckerverwertung in der Muskulatur. Erhöhte Blutdruckwerte sinken und die Ausdauer wird gesteigert. Regelmäßiger Sport hat also viele Vorteile wenn die erforderlichen
Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Der Arzt muss in jedem
Fall zu Rate gezogen werden.
Im Folgenden werden wichtige Fragen zum Thema Sport mit Dialyse beantwortet:
Wann muss auf Sport verzichtet werden?
Patienten mit den Krankheiten Herzmuskelschwäche, Herzrhythmus-
störungen, Herzklappenfehler oder starkem Bluthochdruck sollten gänzlich auf Sport verzichten. Generell gilt: Voruntersuchung beim Arzt durchführen lassen! Nur der Arzt entscheidet ob der Patient fit genug ist und welcher Sport geeignet ist.
Welche Sportarten sind geeignet?
Geeignete Sportarten für Dialysepatienten sind Ausdauersportarten, wie Laufen, Radeln, Schwimmen oder Wandern. Aber auch Skilanglauf und Gymnastik sind ratsam. Auch Peritonealdialyse-Patienten können am Schwimmen teilnehmen, wenn Katheter und Kathetereintrittstelle durch einen wasserdichten Verband (z.B. Stomabeutel, Tekaderm-Verband) geschützt sind.
Generell gilt: Am besten kann der Arzt beurteilen, welche Sportart geeignet ist und welche nicht.
Welche Sportarten sind ungeeignet?
Ungeeignet sind Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko und Krafteinsatz. Dazu gehören Fußball, Handball, sämtliche Kampfsportarten sowie Gewichtheben.
Wann sollte Sport getrieben werden?
Generell können die sportlichen Tage frei gewählt werden. Einschränkungen gibt es jedoch für Hämodialyse-Patienten. Sie sollten nur an dialysefreie Tage Sport betreiben. Stoffwechselgleichgewicht und Leistungsfähigkeit sind an diesen Tagen am höchsten.