Erfahrungsberichte

    Mein Leben mit der Dialyse

    Im Alter von 13 Jahren (1986) versagten durch eine Angina beide Nieren. Die Dialyse, ab 1987, wurde damals in der Kinderklinik Heidelberg durchgeführt. Nach ca. 6 Monaten wurde mir die erste Niere transplantiert, die nach 14 Tagen vom Körper abgestoßen wurde- Folge: erneut 3x wöchentlich Dialyse! Trotzdem ging das Leben weiter: die Schule wurde normal beendet – danach 2 Jahre Berufsvorbereitung.

    Dazwischen kam 1989 die zweite Niere. Mit dieser habe ich meine Ausbildung als Bürokauffrau begonnen. Aufgrund der langwierigen Krankenhaus-aufenthalte dauerte die Ausbildung 4 Jahre.
    Mitten in der Prüfungsphase begann mein Körper die Niere abzustoßen. Ich habe trotzdem meine Prüfungen bestanden: Bürokauffrau!

    Ich war mittlerweile in dem Alter, in dem die Kinderklinik Heidelberg meine Dialyse in das Zentrum für Erwachsene nach Landau verlegen musste.
    Es war eine schwere Umstellung – aber es musste sein.

    Ab 1993 bis März 2003 war wiederum 3x wöchentlich Dialyse angesagt. An Ostern kam der Anruf, dass eine neue Spenderniere, die dritte, auf mich wartete. Die Transplantation war erfolgreich und das Organ arbeitete sehr zufriedenstellend.

    Probleme bekam ich durch starke Nebenwirkungen der Imunsupresiva (Kortison etc.), was zur Folge hatte, dass die Medikamente abgesetzt werden mussten und dadurch auch diese Niere abgestoßen wurde.
    Dies war die letzte Transplantation für mich.

    Nach nur einem Jahr „normalen“ Lebens muss ich wieder an die Dialyse und werde diese nicht mehr verlassen, außer die Medizin macht Fortschritte.

    Mittlerweile gibt es sogar Angebote für Urlaubs- und Seereisen, an denen sich Dialysepatienten beteiligen können.
    An diesen Angeboten werde ich versuchen teilzunehmen, denn mein Motto heißt:

    "Niemals aufgeben!"


    Tanja

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