Was ist Dialyse?

    Die automatisierte Peritonealdialyse (APD)

    Bei der Peritonealdialyse wird eine körpereigene Membran, das Bauchfell oder Peritoneum benutzt, um die Schlackenstoffe und die überschüssige Flüssigkeit aus dem Blut zu entfernen. Das Peritoneum umgibt als dünne Schicht die inneren Organe und kleidet die Bachhöhle aus. Bei der Peritonealdialyse lässt man eine Dialyselösung in die Bauchhöhle laufen, in die die Schlackenstoffe durch das Peritoneum gefiltert werden. Die Dialyselösung verweilt solange im Bauchraum bis ihre Aufnahmekapazität erschöpft ist (in der Regel 4 – 6 Stunden) und sie gegen eine neu Lösung ausgetauscht werden muss.
    Bevor eine Peritonealdialyse begonnen werden kann, muss in einer Operation ein Katheter als Zu- und Abgang für die Dialyseflüssigkeit in die Bauchdecke eingepflanzt werden. Der Katheter ragt einige Zentimeter über dem bauch heraus kann aber problemlos unter der Kleidung vertarnt werden. An den Katheter werden die Beutel mit der Dialyseflüssigkeit angeschlossen.

    Die automatisierten Peritonealdialyse (APD) kann nachts zu Hause während der Patient schläft durchgeführt werden. Hierfür wird ein Gerät (Cycler) zum automatischen Austausch der Flüssigkeit verwendet. Das APD-Gerät regelt den zeitlichen Ablauf des Wechsels, leitet die verbrauchte Lösung ab und füllt die Bauchhöhle mit frischer Lösung.
    Vor dem zu Bett gehen schließt der Patient seinen Katheter an das Schlauchsystem des APD-Gerätes an. Das APD-Gerät führt über Nacht in acht bis zehn Stunden, währen der Patient schläft, alle Beutelwechsel automatisch durch. Ein- und Auslaufvolumen der Dialysierflüssigkeiten werden genau berechnet und die Menge der entzogenen überschüssigen Flüssigkeiten und Schlackenstoffe bestimmt. Danach sind tagsüber bei der APD keine Beutelwechsel mehr erforderlich.
    APD-Geräte sind einfach und sicher zu bedienen und können überall benutzt werden, wo es sauber ist und ein elektrischer Anschluss zur Verfügung steht.